Tipps für Kauf eines Feriendomizils

Norwegen
Gelegentlich, wenn man wieder einmal durch den Lieblingsurlaubsort streift und dort eine Immobilie zum Kauf angeboten wird, ist er wieder präsent, der lang gehegte Traum. Wie wäre es wohl, den Urlaub im eigenen Ferienhaus zu verbringen? Es muss kein Wunschtraum bleiben. Allerdings gibt es zahlreiche Punkte, die es zu beachten gilt, damit aus dem Traum kein Albtraum wird.

Hauskauf mit fachkundiger Hilfe: Auf den ersten Blick in eine Ferienimmobilie verliebt? Das ist schön und gewissermaßen die halbe Miete, reicht aber als alleiniges Kaufargument nicht aus. Das favorisierte Objekt muss auf Herz und Nieren geprüft werden. Und bei Fragen, die sich auf die Bausubstanz beziehen, sollte ein Gutachter mit von der Partie sein. Nur er kann Verfärbungen, Unebenheiten, Risse oder den Zustand des Dachgestühls richtig einschätzen oder eben die zu erwartenden Sanierungskosten realistisch veranschlagen. Wer An- oder Umbauten plant, muss zudem klären, ob die Bauvorschriften das überhaupt zulassen. Und natürlich ist nicht nur der Zustand der zu erwerbenden Immobilie entscheidend, sondern auch die Lage – vor allem dann, wenn man das Objekt selbst bewohnen möchte. Sind Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte in der Nähe? Stimmt die sonstige Infrastruktur? Das abgelegen in den Bergen stehende Häuschen mag für zwei Urlaubswochen reizvoll sein, auf Dauer kann es jedoch beschwerlich werden. Und das zauberhafte Domizil, das am Wochenende mit fantastischer Ruhe punktet, kann während des Berufsverkehrs von einer ganz anderen Geräuschkulisse umtost sein. Besonders wichtig: Niemals während des Urlaubs aus einem spontanen Impuls heraus zum Kauf einer Immobilie hinreißen lassen. Das gilt vor allem dann, wenn der Verkäufer das gute Stück als noch nie dagewesenen Glückskauf preist oder gar Methoden angewandt werden, mit denen man unterschwellig unter Druck gesetzt wird.

Finanzierung: Die größte Hürde ist wohl die Finanzierung. Glücklich die, die mal eben das Geld für eine Ferienwohnung auf den Tisch legen können, ein Großteil der Interessierten wird jedoch auf eine Finanzierung zurückgreifen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass nicht nur der Kaufpreis entrichtet werden muss. Es fallen zusätzliche Kosten  an – unter anderem für den Notar oder den Eintrag im Grundbuch  – und diese Kosten können sich unter Umständen auf knapp ein Fünftel des Kaufpreises summieren.  Bei der Finanzierung spielt es keine Rolle, ob es sich nun um eine Ferienimmobilie oder den späteren Altersruhesitz vor Ort handelt und das gilt vor allem beim Immobilienerwerb innerhalb Deutschlands. Die Wahl des richtigen Kreditinstituts ist nicht leicht und sinnvoll ist es, sich verschiedene Angebote einzuholen, die maßgeschneidert zur persönlichen Situation passen. Wer verschiedene Konditionen vergleicht, kommt vielleicht sogar zum Schluss, dass die Hausbank in diesem Fall nicht den Zuschlag erhalten muss.

Immobilie lieber im In- oder im Ausland erwerben? Es ist verlockend, ein Feriendomizil im Ausland zu erstehen. Das Wetter ist schöner, die Mentalität der Einheimischen ganz anders und der einheimische Alltagstrott scheint in weite Ferne zu rücken. Wer sich jedoch mit den rechtlichen Gegebenheiten im Wunschland nicht auskennt, kann schnell das Nachsehen haben. Und das beginnt schon damit, dass anderenorts der Vertrag bereits nach mündlicher Absprache als verbindlich gelten kann. Für den Erwerb des Feriendomizils in Deutschland spricht daher einiges. Die Rechtslage ist bekannt, eventuell durch Sprachbarrieren auftauchende Hürden entstehen gar nicht erst. Gleiches gilt für die Mentalität, die in einigen Ländern grundsätzlich von der uns bekannten abweicht, was im Urlaub eine exotische Bereicherung sein mag, beim Kauf oder dem Ausbau des Feriendomizils jedoch eine echte Hürde darstellen kann.

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